In unserer Zeit muss heute alles besonders schnell gehen. Lange Ladezeiten und umständliche Wege sind für Smartphone-User ein Grauen. Die rivalisierenden Giganten Facebook und Google reagieren auf die aktuellen Wünsche der Konsumenten und versprechen mit dem Einsatz von Facebook Instant Articles und Google AMP verkürzte Ladezeiten und ein deutlich besseres Leseerlebnis. Beide Tools bieten neue Möglichkeiten zum optimierten Publishing von News oder Posts hauptsächlich für Mobilgeräte. Wir haben die beiden Rivalen Facebook Instant Articles und Google und Google AMP für Sie genauer unter die Lupe genommen und Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengetragen.
Facebook Instant Articles
Bei Instant Articles handelt es sich um ein neues Feature aus dem Hause Facebook. Publisher haben damit die Möglichkeit komplette Artikel über das soziale Netzwerk online zur Verfügung zu stellen. Facebook Nachrichten werden damit „zehnmal schneller als einen normalen Web-Artikel“ dargestellt und „Instant Articles verbinden die Leser nicht nur schneller mit Geschichten; sie bieten auch ein reicheres Leseerlebnis als normale Artikel im Netz, mit dynamischen Features, die den Content fließender, interaktiver und umfassender machen“, beschreibt Facebooks Product Manager Michael Reckhow.

Verfügbarkeit
Pünktlich zur Facebook-Entwicklerkonferenz F8 plant Facebook ab dem 12. April 2016 die Freigabe des mobilen Projekts Facebook Instant Articles für alle rund um den Erdball. Das Projekt startete in Deutschland bereits im Mai 2015 mit einem Kreis an ausgewählten Medien, darunter BILD und Spiegel. Bis Ende 2015 waren rund 25 Medienpartner deutschlandweit am Pilotprojekt von Facebook Instant Articles beteiligt. Laut Eintrag im offiziellen Facebook-Unternehmensblog können alle ab 12. April mit Hilfe der Facebook-Mobile-Publishing-Plattform komplette Artikel in Facebook veröffentlichen.
Nutzen
Das Angebot kann von mobilen Usern genutzt werden, die die Inhalte aus Instant Articles dann viel schneller laden können, als dies bei klassischen Webseiten der Fall ist.
Die Verlage erhalten durch Facebook die Möglichkeit ihre Artikel im sozialen Netzwerk nicht nur direkt und vollständig zu veröffentlichen, sondern auch zur Vermarktung anzubieten. Sie haben dabei die Wahl eigenständig Werbemaßnahmen dafür durchzuführen oder aber auf Facebook-Online-Anzeigen zurückzugreifen. Das Werbenetzwerk von Facebook bietet den Verlagen eine optimale Werbeplattform, dafür behält Facebook 30 Prozent der Erlöse ein und gibt 70 Prozent an den Verlag weiter.
Google AMP
Google Accelerated Mobile Pages (AMP) sollen, ähnlich wie die Konkurrenz Facebook Instant Articles, Webseiten blitzschnell aus den Google-Suchergebnissen oder der Twitter-App aufs Smartphone der Nutzer bringen. Renommierte Partner wie ZEIT ONLINE bieten dem Leser hierfür bereits ausgewählte Artikel im für mobile Endgeräte optimierten AMPHTML-Format (eine modifizierte Version von HTML). AMP sollen nach Angaben von Google bis zu viermal schneller laden als herkömmliche Webseiten und dabei nur ein Zehntel des Datenvolumens benötigen.

Verfügbarkeit
Bereits seit 24. Februar 2016 stellt Google AMP für Verlage zur Verfügung und reagierte damit blitzschnell noch vor der offiziellen Bereitstellung von Facebook Instant Articles auf die Konkurrenz. Ziel des Features ist wie bei Facebook Instant Articles die Beschleunigung für, auf mobile Endgeräte optimierte Artikel.
Nutzen
Für Publisher bietet die das neue Feature die Möglichkeit komplette Artikel um ein vielfaches schneller und direkt aus der mobilen Suche von Google heraus anbieten zu können. Der User profitiert von kürzeren Ladezeiten und einem deutlich größeren Leseerlebnis, das umständliche Wege über diverse Links unnötig macht.
Google AMP wird derzeit als das offene Pendant zum geschlossenen und nur für Facebook nutzbaren Instant Articles gehandelt. Ähnlich wie bei Facebook soll es aber auch bei Google AMP noch Kinderkrankheiten geben, die derzeit getestet und optimiert werden.
Instant Articles und Google AMP richtig einsetzen?
Die Publisher, die bereits die neuen Features von Facebook und Google nutzen, freuen sich über die Beschleunigung und die Werbemöglichkeiten, die die neuen Formate bieten. Getreu dem Motto: „Wenn zwei sich streiten, …“ könnte der lachende Dritte der Verleger sein. Im rasanten Tempo bieten die beiden Giganten den Verlagshäusern diverse Optionen ihre journalistischen Beiträge optimal an den mobilen Nutzer zu bringen. Doch worauf kommt es an und was müssen Sie beachten, wenn Sie die neuen Features einsetzen möchten?
Als eine der ersten Webagenturen bieten wir Ihnen Unterstützung für beide Formate. Wir haben sowohl Facebook Instant Articles als auch Google AMP in unser Portfolio aufgenommen, damit wir diese Technik für unsere Kunden bereitstellen können. Sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gern zu den Möglichkeiten. Demnächst liefern auch wir jeden unserer Beiträge in Google AMP und Instant Articles für Facebook aus!
