Google AdWords hat lange Zeit die Pay-per-Click-Welt dominiert. Heute ist Google AdWords aber nicht mehr der einzige Anbieter – Facebook Ads ist zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz geworden.
Möchten Sie PPC-Advertising betreiben, haben Sie heute die Qual der Wahl – Facebook Ads oder doch lieber Google Adwords?
Google ist die meistgenutzte Suchmaschine Deutschlands. Der Marktanteil liegt bei 88,44 Prozent – auf Platz 2 folgt die Suchmaschine Bing (4,12 Prozent), dann kommt erst Yahoo (3,67 Prozent). Auf Facebook sind derzeit 1,5 Milliarden Nutzer aktiv – so gehört Facebook zum größten Social-Media-Portal der Welt. Aus diesen Gründen können unzählige Personen mit Werbeeinschaltungen erreicht werden. Jedoch können auf Facebook nur Personen erreicht werden, die auch ein dementsprechendes Profil haben. Ein Nachteil gegenüber Google: Jeder hat schon einmal die Suchmaschine genutzt; somit können Sie – wenn Sie sich für Google AdWords entscheiden – noch mehr Leute ansprechen.
Wo werden die Werbeeinschaltungen angezeigt?
Bei Google AdWords werden Werbeschaltungen im oberen Ranking-Bereich angezeigt, also noch vor einer organischen Suche. Googles Kooperationen mit AOL oder GMX ermöglichen zudem auch Werbeschaltungen auf diesen beiden Seiten. Facebook-Werbung ist ausschließlich auf Facebook sichtbar – inmitten der Timeline oder auch auf der rechten Seite der Plattform.
Facebook setzt auf Bilder
Natürlich spielt das Bildmaterial eine wesentliche Rolle, ob der User die Werbung anklickt oder ignoriert. Fotos erhöhen die „Click-thorugh-Rate“. Ein klarer Vorteil für Facebook. Denn hier können Sie – zusätzlich zu dem Text – auch Bilder einbetten. Entscheiden Sie sich für Google, müssen Sie auf Bilder als Werbeform verzichten. Die Werbung wird in einem Textfeld mit dem Begriff “Anzeige” hinterlegt. Jedoch können statische oder animierte Werbebanner erstellt werden.
Die Zeichenanzahl
Bei beiden Portalen haben Sie 25 Zeichen für den Titel. Bei der URL können Sie, sofern Sie Google AdWords nutzen, 35 Zeichen nutzen; bei Facebook Ads stehen auch hier gerade einmal 25 Zeichen zur Verfügung. Der Unterschied? Google AdWords bietet zwei Textzeilen an, die 35 Zeichen bieten – Facebook Ads hat eine Zeichenzahl von 90.
Die Kosten
Beide Portale werden über Pay-per-Click abgerechnet. Das bedeutet: Klickt ein User auf Ihre Werbung, entstehen Kosten für Ihr Unternehmen. Jedoch können beide Portale auch über CPM-Gebote (also Cost-per-1000-Impressions) abgerechnet werden. Eine Methode, die aber nur dann Sinn macht, wenn die Bekanntheit Ihres Unternehmens erhöht werden soll. Bei Facebook haben Sie weiterhin die Möglichkeit, nicht nach Klicks abzurechnen, sondern Shares oder Likes zum Ziel Ihrer Kampagne zu machen.
Welche Werbeeinschalten werden wahrgenommen?
Werbeeinschaltungen, die auf Google zu sehen sind, haben eine höhere Akzeptanz. Der User sucht ja schlussendlich nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen; bei Facebook sucht der User aber keine Waren, sondern meldet sich an, damit er mit Freunden in Kontakt bleibt. Werbebanner werden daher als Ablenkung empfunden; in vielen Fällen fühlen sich die User auch gestört.
Google AdWords: Vor- und Nachteile
Google AdWords ist ein empfehlenswertes Werkzeug, wenn Sie das Wachstum des Unternehmens stimulieren möchten. Setzen Sie AdWords richtig ein, entsteht ein profitabler Vertriebskanal, der jedem Unternehmen helfen kann. Wenn Sie Dienstleistungen, Produkte oder Informationen anbieten, sollten Sie sich daher mit Google AdWords auseinandersetzen.
Dabei sind die größten Vorteile von AdWords die folgenden:
- Mittels “Buyer Keywords” können Sie die Leute dann erreichen, wenn eine feste Kaufabsicht besteht
- Zusätzlich zu den „organischen“ Ergebnissen, für die Ihre Firma vielleicht schon auftaucht, wird Ihr Unternehmen nochmal bei den Anzeigen gezeigt. Damit tauchen Sie doppelt auf der ersten Seite auf – was natürlich auch die Chance auf einen Klick verdoppelt.
- AdWords ist eine äußerst flexible Plattform, sodass Sie zahlreiche Möglichkeiten haben, um Ihre Kampagnen zu optimieren
Auf der anderen Seite stehen die Nachteile:
- Das Tool ist relativ komplex, wer sich nicht intensiv mit AdWords auseinandersetzt wird viel zu teure Kampagnen anlegen und auf Keywords abzielen, die nicht optimal sind
- Google versucht natürlich auch Geld zu verdienen – wer blind auf die von Google vorgeschlagenen Anzeigengruppen bietet wird schnell durch sein Budget durch sein.
Facebook: Vor- und Nachteile
Auch Facebook Ads sind ein empfehlenswerter Werbekanal. Natürlich sind Social Media-Nutzer nicht mit der festen Kaufabsicht unterwegs, sodass sich das Marketing anders gestaltet. Das bedeutet aber nicht, dass Facebook ausschließlich zu Social Proof-Zwecken genutzt werden kann; mittels Targeting-Optionen können Sie Personen gezielt kontaktieren, die dem Käuferprofil Ihrer Produkte entsprechen.
Dabei sind die größten Vorteile von Werbeeinblendungen auf Facebook:
- Für Ihre Anzeigen können Sie auch Videos verwenden
- Mittels “Lookalike Audiences” werden Zielgruppen angesprochen, die dem Käuferprofil Ihrer Produkte entsprechen
- Sie können mittels sogenannten Targeting Pixeln auch Nutzer ansprechen, die schon auf Ihrer Webseite waren
Die Nachteile von Facebook Ads sind:
- Auf Facebook sind die meisten Nutzer nicht mit einer Kaufabsicht unterwegs, die Konversionsraten im Vergleich zu AdWords sind also entsprechend geringer
- Für B2B-Anzeigen eher ungeeignet, das User eher in Ihrer Freizeit als in Ihrem beruflichen Umfeld auf facebook unterwegs sind.


