Wie in meinen letzten Beitrag schon angerissen, will ich heute näher auf die Kriterien eingehen, die dafür verantwortlich sind das gewisse Webseiten an bestimmten Positionen in den Suchergebnissen stehen und andere eben nicht. Diese Kriterien nennt man Rankingfaktoren.
Google selber hält sich mit diesen Rankingfaktoren sehr bedeckt, schätzungsweise gibt es über 200 Rankingfaktoren, nachweislich bekannt davon sind nur einige, weshalb sich viele Mythen um die Google Rankingfaktoren drehen.
Searchmetrics veröffentlicht jährlich eine umfangreiche Analyse der vermuteten Rankingfaktoren auf die ich hier auch Bezug nehmen werde.
Zunächst hier die wichtigsten 7 Rankingfaktoren zusammengefasst:
Backlinks:
Nach wie vor sind Backlinks, also Links von anderen Seiten auf die eigene Seite sehr hoch bewertet. Google sieht diese Links als eine Art Empfehlungen. Die Anzahl der Backlinks ist genauso entscheidend wie die Qualität dieser, die altbewährten Backlinkfarmen oder Backlinkkauf wird mittlerweile von Google oft erkannt und abgestraft.
Genauso wichtig sind auch ausgehende Links und eine gute interne Linkstruktur, damit gehört der Linkaufbau zu eines der wichtigsten Faktoren für Google.
Social Signals:
Dies ist noch immer nicht von Google selber bestätigt aber vieles deutet klar darauf hin dass Google die sogenannten Nutzersignale, das heißt die Aktivität auf sozialen Netzwerken misst und mit in die Suchergebnisse miteinfließen lässt. Immerhin sind Likes, Shares, Follower oder Comments ein Hinweis auf guten Content, sodass es unwahrscheinlich ist dass Google+, Facebook, und Twitter komplett vernachlässigt werden.
Content:
Eines der wichtigsten Faktoren ist die Erschaffung von sehr gutem Content und einzigartigen Inhalten. „Duplicate Content“ (also von anderen Webseiten kopiert oder doppelter Inhalt) wird hingegen abgestraft.
Dieser Inhalt sollte einige Bilder und vielleicht ein Video enthalten, eine gewisse Länge haben und anregend zu lesen sein, damit der User auch den ganzen Beitrag liest und somit länger auf der Seite verbleibt. Damit gleich zum Nächsten Punkt.
Time-On-Site:
Auch naheliegend ist es anzunehmen, dass Google einen Wert darauf legt wie lange ein User auf der Webseite verbleibt, also der Time-On-Site Faktor. Den umso länger ein User auf einer Website surft, so ist anzunehmen dass der Inhalt ihm gefällt und so eine gute Qualität hat.
Ladezeit:
Die Geschwindigkeit einer Website ist ebenfalls sehr wichtig, dies ist auch ein Qualitätsfaktor der laufend optimiert werden sollte. So können zum Beispiel Bilder komprimiert werden oder CSS und JavaScript Dateien minimiert werden, damit die Größe der Website gering gehalten wird. Testen kann man die Ladezeit einer Website gut hier:
https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/
Mobile Ansicht „Responsive Design“:
Bereits heute surfen mehr als 54% aller Internetuser in Deutschland (Bevölkerung ab 14 Jahren, Studienquelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/197383/umfrage/mobile-internetnutzung-ueber-handy-in-deutschland/) mobil im Internet. Benutzen also Ihr Smartphone oder Tablet zum Surfen auf Webseiten. Heutzutage gehört es mittlerweile zum guten Ton das eine Website ein Responsive Design (ein Design was sich jeder Bildschirmgröße beliebig anpasst) oder wenigstens eine Mobile Website hat.
Ende Februar hat Google bekanntgegeben, dass ab 21. April 2015 der Such-Algorithmus der mobilen Suche verändert wird. Ab diesem Zeitpunkt wird eine Optimierung für Mobilgeräte im Ranking berücksichtigt und somit werden nicht mobile Webseiten abgestraft. (Offizielles Statement von Google: http://googlewebmastercentral-de.blogspot.de/2015/02/mehr-fuer-mobilgerate-optimierte-suchergebnisse.html).
Keywordaufbau:
Etwas weiter nach hinten gerutscht ist der Keywordaufbau, also die Integration von bestimmten Suchbegriffen in Texte, Blogbeiträge, Seiten oder Landingpages. Hierbei ist es trotzdem wichtig eine gute Keyworddichte zu haben (3-5%) und wenn möglich das Keywords bereits im H1 oder H2 Tag von HTML oder auch als Seitentitel.

Natürlich gibt es noch weitaus mehr Rankingfaktoren, auf die ich hier jetzt allerdings nicht gesondert eingehe, diese gehören aber alle mehr oder weniger zu den oben genannten 7 Oberkategorien.
Wenn man seine Seite dahingehend optimiert ist der Weg zu guten Platzierungen nicht mehr so schwer. Viele dieser Punkte erfordern jedoch viel Fachwissen und Zeit. Auch ist Suchmaschinenoptimierung ein laufender Prozess und kann nicht von heute auf morgen umgestzt werden.
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