Neue Wege im Onlinemarketing
Um heutzutage mit einer Website oder einem Internetauftritt erfolgreich zu sein ist eine umfangreiche Suchmaschinenoptimierung notwendig. Nur wer in den ersten Plätzen bei Google rangiert erhält Klicks und wahrscheinlich auch lukrative Besucher die zu mehr Umsatz führen.
In den letzten Jahren gab es im Bereich SEO größere Veränderungen, so wurde es schwieriger und komplexer erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen. Es wird mehr und mehr auf nachhaltige und hochwertige Inhalte wert gelegt. Die berüchtigten Google Updates Panda oder Penguin haben dies weiter vorangetrieben.
Im Wandel der Zeit – Apps
Doch auch gab es in den letzten Jahren gravierende Bewegungen in ganz anderen Branchen. So wurde nach und nach der Desktop Computer verdrängt und Smartphones und Tablets übernehmen den Markt. Die kleinen technischen Helfer werden immer besser und mit Präsentation des ersten App Stores 2007 von Apple wurde ein völlig neues Format geschaffen.
Heute dominieren Apps unser Leben, sei es ein schneller Check nach dem Wetter, ein lustiges Spiel oder ein soziales Netzwerk. Apps sind aus unserem Leben nicht mehr herauszudenken.
Es gibt jedoch ein gravierendes Problem:
Im Durchschnitt haben wir auf unseren Smartphones nicht mehr als 40 Apps. Es gibt im App Store von iOS allerdings 1,5 Millionen App (nach der aktuellen Keynote von Tim Cook auf der Entwickler Konferenz). Der Google Play Store weißt immerhin mehr als 700.000 Apps auf.

(iOS App Store Homeansicht)
ASO – App Store Optimierung
App Store Optimierung – Unternehmen die mit Apps in den Stores vertreten sind müssen also auch hier, ähnlich wie im Web von den Usern gefunden werden. Von der üblichen Suchmaschinenoptimierung lassen sich hier einige Punkte auf die App Stores ableiten.
Wie suchen wir nach neuen Apps?
Der App Store ist hier das zentrale Marketinginstrument. Es gibt ein Neuheiten Feed, Top Listen und eine umfangreiche Suche sowie eine Einteilung in Kategorien.
Die Suche nach neuen Apps beginnt also genau dort. Nutzer entdecken neue Apps beim Durchstöbern der App Stores und durch Empfehlungen von Freunden aber auch durch direkte Suchen durch externe Werbung.
Daraus lassen sich letzendlich zwei Rückschlüße ziehen:
- die Sichtbarkeit in den App Stores sollte gesteigert werden
- die Conversion Rate, also die Zahl wie oft die App heruntergeladen wird sollte ebenfalls gesteigert werden.
Ziel ist immer dass der Besucher des App Stores auf die App aufmerksam wird und diese auch auf sein Gerät herunterlädt.

(Top Liste aus dem iOS App Store)
Die App Stores – wo liegen die Unterschiede?
Der iOS App Store und Google Play Store sind die zentralen Marktplätze der App Wirtschaft. Die Algorhytmen und Funktionsweisen diese Stores beeinflussen also den Erfolg der eigenen App. Da wie auch bei Suchmaschinenoptimierung die Rankingfaktoren nicht allgemein bekannt sind können auch hier nur Vermutungen aufgrund von Beobachtungen ausgesprochen werden.
Sicher ist jedoch bei beiden Marktplätzen, dass:
- der Name der App
- die enthaltenen Keywords
- ein umfangreicher Beschreibungstext
- und die Bekanntheit der App
entscheidend für das Ranking sind.
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist in beiden Marktplätzen die Anzahl der Downloads. Diese wirkt sich signifikant auf die Sichtbarkeit und die Top Listen aus. Hierbei ist besonders wichtig – in welcher Zeitspanne wie viele Downloads erfolgt sind. Sind also mehr Downloads in jüngerer Vergangenheit erfolgt ist ein besseres Ranking wahrscheinlicher.
Bei Google Play soll zudem die aktive Nutzung und Deinstallation mit in das Ranking miteinfließen. Wenn minderwertige Apps schnell von Nutzern wieder deinstalliert werden ist dies ein Indiz für eine schlechte Qualität weshalb sich das Ranking entsprechend negativ verändert.
Die Ranking Faktoren im Überblick
1. Titel und Beschreibung der App
Ist ein passender Titel mit einem Keyword sowie eine ausführliche Beschreibung mit Keywords festgelegt ist eine gute Basis gelegt. Die Beschreibung sollte zudem so formuliert sein dass der Nutzer diese gerne liest und ermutigt wird die App herunterzuladen.
2. Bilder
Es sollten ausreichend Bilder hinzugefügt werden – dies ist auch nur ein indirekter Rankingfaktor der die Conversion Rate steigert. Da der User die Bilder immer zuerst sieht sollten diese grafisch hochwertig aufbereitet sein und wenn möglich schon eine prägnante kurze Headline enthalten die die Funktionen vorstellt.
3. Anzahl der Downloads
Wie schon oben erwähnt ist die Anzahl der Downloads entscheidend dafür ob man im Ranking mit aufgenommen wird – da so auch die Popularität der App steigt.
4. Bewertungen
Weiterhin sehr wichtig ist die Qualität und die Anzahl der Bewertungen. Bewertungen haben bei Google jedoch eine geringere Bedeutung als bei Apple. Wenn die Nutzer mit der App zufrieden sind werden diese die App auch bewerten. Nutzer sollten zudem aktiv aufgefordert werden Apps zu bewerten.
5. Social Signals
Es ist ebenfalls anzunehmen, dass Apple auch die Nutzersignale von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter aufwertet um die Interaktionen mit einer App zu messen. Bei Google Play spielt dies ebenfalls eine wichtige Rolle.
6. Kategorie und Preis
Letztlich ist auch die richtige Auswahl der Kategorie und der Preis entscheidend für ein positives Ranking.

(App Ansicht im Überblick – Bild Headline und Bewertungen rot umrandet)
Marketing Mix
Ausschließlich App Store Optimierung zu betreiben halte ich jedoch nicht für sinnvoll. Bei dem Bewerben von Apps ist es wichtig den richtigen Marketing Mix zu finden.
Gerade Facebook bietet Werbetreibenden umfangreiche Funktionen für App Downloads an. Auch die App Stores selber bieten die Möglichkeit kostenpflichtig Apps zu bewerben.
Außerdem sollte nach Möglichkeit schon vor Release der App eine große Fangemeinde aufgebaut werden.
Fazit
App Store Optimierung wird in den nächsten Jahren noch vermehrt aufkommen den ähnlich wie bei Websiten wird das Angebot von Apps immer größer und es ist wichtig aus dem überfüllten Markt herauszustechen.
Passend zum Thema ASO (App Store Optimization) möchte ich noch zwei Tools hierfür vorstellen:
App Annie
App Annie ist einer der führenden Mobile-Analytics-Dienste und liefert wichtige App Store-Statistiken nicht nur über eigene Apps, sondern auch über Apps von Drittanbietern. Die Web-Lösung verfügt über ein spezielles ASO-Modul, das App-Publisher dabei hilft, ihre Suchbegriffe zu optimieren. Der ASO-Bericht gibt Marketing-Entscheidern einen Überblick darüber, welche Keywords für die eigene App relevant sind, wie viele Apps auf der Ergebnisseite für ein spezifisches Keyword erscheinen und in welcher Position die eigene App in den Ergebnisseiten auftaucht.
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Sensor Tower
Mit Sensor Tower bietet sich eine weitere umfangreiche Analytics-Plattform, die mit App Annie konkurriert, aber in Sachen App Store Optimization die Nase vorn hat. So bietet das Tool ein umfassendes ASO-Dashboard, das über zahlreiche praktische Werkzeuge verfügt. Neben einem Keyword-Ranking-Bericht, der mit dem beschriebenen AppAnnie-Report vergleichbar ist, überzeugt der SaaS-Dienst durch eine Reihe weiterführender Recherche-Tools.
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